Sehenswürdigkeiten

Hallein

Wallfahrtskirche Maria Dürrnberg

Hoch über der alten Salinenstadt Hallein gelegen (770 m), mit weitem Ausblick in die Landeshauptstadt Salzburg und darüber hinaus, bietet die regelmäßig ummauerte, aus roten unverputzten Quadern errichtete Marienkirche dem aus dem Tal aufsteigenden Besucher und Wallfahrer einen markanten Blickpunkt. 

Den Kirchenbezirk betritt man durch ein triumphbogenartiges Portal. Es zeigt im Giebel das Wappen des Salzburger Erzbischofs Markus Sittikus, unter dem der Kirchenneubau vollendet wurde (1619). 

Die gleichzeitig entstandene Umfriedungsmauer entwarf der Salzburger Dombaumeister Santino Solari. Eine der drei turmartigen Eckkapellen dient heute als Kriegergedächtnisstätte mit einem Kruzifix des bekannten Halleiner Bildhauers Jakob Adlhart. 

Ungewöhnlich steil wirkt die strenge, aber in ihren Proportionen höchst interessante Hauptfassade. Die hohe, von zwei breiten Ecklinsen eingefasste Wand wird von einem markant profilierten Dreiecksgiebel bekrönt. Einen weiteren Akzent setzen die ausschließlich in der Mittelachse angebrachten, verschiedenartigen Öffnungen: drei unterschiedliche Rundfenster im Giebel, darunter die Emporenfenster und schließlich das aus Untersberger Marmor gehauene Portal. Es birgt ein Wappen und eine Inschrift des Landesherrn. 

Einen weiteren bemerkenswerten Akzent im äußeren Erscheinungsbild des Spätrenaissancebaus setzt der massige Turm in der Art eines venezianischen Campanile. Im Inneren windet sich um vier mächtige Steinpfeiler eine Marmorstiege in zweihundert Stufen bis zum Glockenstuhl empor. Ein hohes pyramidenförmiges Dach bekrönt den Turm.