Hallein

Lebendige Kleinstadt mit Geschichte und Lebensfreude

Stadtführungen & Spezialführungen in Hallein

In unserem Aktivprogramm werden jährlich neue Führungen und Rundgänge angeboten. So zum Beispiel ein antifaschistischer Stadtrundgang (auch in Gebärdensprache), oder die wöchentliche, kostenfreie Stadtführung für Gäste oder Einheimische.

Nähere Infos zu unserem Aktivprogramm finden Sie unter folgendem Link:

http://www.hallein.com/unterkuenfte-angebote/aktivprogramm

 

Ein Rundgang durch Hallein

Vom Bahnhof kommend suchen wir zuerst die Pernerinsel auf, eine natürliche Insel inmitten der Salzach. Hier befindet sich die Alte Saline, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und mit ihren vier Sudpfannen dem damals dahinsiechenden Halleiner Salinenwesen einen neuen Impuls gab. Allerdings wurde die Salzgewinnung gemeinsam mit der Beendigung des Bergbaus auf dem Dürrnberg im Jahre 1989 eingestellt. Heute befindet sich auf dem Salinenareal ein Spielort der Salzburger Festspiele.

Von der Pfannhauserbrücke (Pfannhauser = Personal der Sudhüttenbetriebe) erblicken wir die Hallein kennzeichnenden beiden Barmsteine und schauen geradeaus auf eine Häuserzeile, die den für viele Halleiner Gebäude typischen Baustil zeigt: den Salzach-Inn-Stil.

Links von der Brücke befindet sich das Keltenmuseum, das mit vielen einzigartigen Funden aus der Eisenzeit (650 v. bis Chr. Geb.) unter Fachleuten und interessierten Laien weitum bekannt ist. Über 70 Gemälde zeigen in den so genannten „Fürstenzimmern“ die historische Salzgewinnung.

Wir benützen unmittelbar rechts die Stiege und wandern an der Salzach bis zum Schifferplatz, dem ehemaligen Ausgangspunkt der Salzachschifffahrt, die für die Verfrachtung des Halleiner Salzes eine besondere Bedeutung hatte. An diesem Platz liegt das einzige erhaltene Sudhaus im Altstadtbereich, das allerdings schon bald nach seiner Fertigstellung den Betrieb wieder einstellte.

An der Ecke dem Sudhaus gegenüber befindet sich die Bürgerspitalskirche. Am Lindorfer Platz steht eine der drei Halleiner Hauptschulen, eingeweiht im Jahre 1896. Der Josefine-Lindorfer-Platz ist nach 1945 nach einer Frau benannt worden, die wegen einer Lappalie ins KZ Auschwitz eingeliefert wurde und dort ums Leben kam.

Wir folgen nach links der Schiemerstraße bis zur Niederhofgasse rechts, durch die wir schließlich auf einen der großen Stadtplätze gelangen, den  Kornsteinplatz; das namengebende Kornmaß steht neben dem Kastenbrunnen. Von dort geht es weiter durch die enge Ruprechtgasse und über den kleinen Robertplatz zum mit städtischem Leben erfüllten  Bayrhamerplatz, auf dem sich der Zeiserlbrunnen befindet. Bis zum Jahre 1617 wurde die Fläche des Platzes von einem Sudhaus eingenommen. Von hier führt der Weg bergauf über den Unteren und den Oberen Markt
zum Schöndorferplatz, der den Kern der ursprünglichen Bürgerstadt bildete. Beherrscht wird der Platz vom aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts stammenden Rathaus, dessen Front ein Fresko mit wichtigen Halleiner Örtlichkeiten ziert. Inmitten des Platzes steht der „Kriegergedächtnisbrunnen“.

Durch die Pfarrgasse erreichen wir den Kirchenbezirk mit der Stadtpfarrkirche, geweiht den Heiligen Antonius und Hieronymus.
Schräg gegenüber dem Kircheneingang sehen wir das Grab und dahinter das Wohnhaus von Franz Xaver Gruber, dort ist das „Stille Nacht“-Museum untergebracht. Auf der anderen Seite der Kirche steht die Peterskapelle, die ihren gotischen Charakter bis heute bewahrt hat. Unmittelbar nach der an der Ferchlstraße gelegenen Höheren Gewerblichen Lehranstalt wenden wir uns über eine längere Stiege in die Augustinergasse und dürfen die nach rechts abzweigende, am Anfang nur türbreite Goldgasse (der Name geht auf collatum, d. h. Schutzgelder, zurück, die zugewanderte Stadtbewohner zu bezahlen hatten) nicht übersehen, deren Häuser sich auf einer Seite an die Stadtmauer anlehnen.

Die Gasse führt zum Molnarplatz, wo die ältesten Häuser Halleins stehen, die in der Dachgestaltung noch stark an ihren bäuerlichen Ursprung erinnern. Der Molnarplatz und der anschließende Florianiplatz bildeten zu Beginn der Entwicklung der Halleiner Siedlung einen Dreiecksplatz, der wahrscheinlich aus einer Straßengabelung hervorgegangen war. Am Ende des Florianiplatzes folgen wir nach rechts dem Kotbach durch die Metzgergasse und kommen am einzigen erhaltenen Stadttor, dem Griestor, vorbei. Über den Bruckhäuserplatz und durch die Gollingertorgasse erreichen wir die Thunstraße. Von der Mitte der Stadtbrücke führt die Mauttorpromenade wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung auf der Pernerinsel.

Die Führung kann auf eigene Faust oder mit unseren Stadtführern durchgeführt werden (Reservierungen und nähere Infos unter office@hallein.com oder +43 6245 85394)