Gmunden

Am Gemünde der Traun

Lacus Felix - der glückliche See

Eine Reise durch die Jahrhunderte...

Stadtgeschichte Gmunden

Der Name der Traunseestadt Gmunden leitet sich von Gmünd (später Gemünd und Gemunden) her und ergibt sich aus der Lage der Stadt „am Gemünde der Traun“, dem Ausfluss der Traun aus dem Seebecken des Traunsees, welcher von den Römern „Lacus Felix“ genannt wurde. Erstmals in der Keltenzeit besiedelt, wurde das Seeschloss Ort - und damit auch Gmunden - erstmals 909 urkundlich erwähnt, das Stadtrecht besteht bereits seit 1278. Dies bezeugt, dass Gmundens Bedeutung tief in der Geschichte wurzelt.

Viele wunderschöne spätgotische Wohnhäuser, welche malerische kleine Laubenhöfe wie einen Schatz umschließen, zeugen heute noch von der illustren Blütezeit Gmundens - dem Salzhandel. Damals war Gmunden einer der wichtigsten Umschlagplätze für das weiße Gold, welches von hier aus bis an das Schwarze Meer verschifft wurde.

1574 wurde das heutige und bereits dritte Rathaus erbaut. Es befindet sich am Stadtplatz (dem heutigen Rathausplatz), welcher früher „unterer Markt“ genannt wurde. Die zierlichen Lauben, Ecktürme und die wunderschöne Stuckdekoration zieren das Rathaus noch heute, welches früher das Sinnbild der alten Salzstadt war. Auf der Fassade befindet sich das Stadtwappen, welches die Charakteristika Gmundens darstellt. Die Uhr und das Keramikglockenspiel runden das äußere Erscheinungsbild ab.

Die Stadtpfarrkirche wird sogar schon um 1300 genannt, dürfte demnach Ende des 12. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut worden sein. Grundform und Hauptportal sind noch gotisch erhalten. Das Innere, die Altäre und der Turm wurden in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts barockisiert. Den Hauptaltar baute 1678 der Rieder Barockbildhauer Thomas Schwanthaler in die gotische Gewölbekapelle des Presbyteriums ein.

Im 19. Jahrhundert zeichnete sich ein Ende der Bedeutung Gmundens für den Salzhandel ab und eine neue Einnahmquelle musste gefunden werden. Mit der Erhebung zur Kurstadt wurde der Beginn des Tourismus in der Traunseestadt eingeläutet.

Ebenfalls zu dieser Zeit wurde Gmunden Sitz zweier Hofhaltungen. Zu einen ließ sich im Jahr 1859 die Familie des Habsburger Grossherzog Leopold von Toscana hier nieder. Der jüngste Sohn, Johannes Nepomuk Salvator erwarb die beiden Schlösser Ort, und baute für seine Mutter Maria Antonia von Sizilien die Schlossvilla Toscana. Zum anderen wollte auch das hannoveranische Königshaus ein Stück der Geschichte der Stadt werden. Nur wenige Jahre nach den Habsburgern, ließ Ernst August, Kornprnz von Hannover mit dem Bau des Schloss Cumberland beginnen, welches im neugotischen Tudorstil erbaut wurde. 

Ebenfalls fast zu selben Zeit wurde der - heute noch in Betrieb befindliche - Raddampfer Gisela in Betrieb genommen. Dieses wahrlich majestätische Schiff diente erst dazu Kaiser Franz Josef vor und nach seinem Someraufenthalt in Bad Ichl über den Traunsee zu befördern und ist heute eine der Hauptattraktionen hier am Traunsee. Benannt ist der Raddampfer nach der zweiten Tochter des Kaisers.

In einer Gemeinderatssitzung im Jahr 1850 wurde auf Anregung von Bürgermeister Johann Tagwerker beschlossen, mit dem Bau der Gmundner Esplanade entlang des Seeufers zu beginnen. In den Wintermonaten 1851/52 wurde der Ausbau der Esplanade bis zum heutigen Esplanadencafe Baumgartner ausgeführt. Später wurde beschlossen, die Esplanade in den nächsten Jahren bis zur Burgfriedgrenze (Lehnenplatz) allmählich zu verlängern.

Auch heute sind diese historischen Schauplätze noch erhalten und zeugen von all dem, was Gmunden geprägt hat. Perfekt zur Erkundung der Geschichte der Traunseestadt aus allen möglichen Blickwinkeln eignet sich der Altstadt Themenweg "Geschichten von der Geschichte", wie auch ein Besuch im K-Hof, dem Museum der Stadt Gmunden.