Bad Radkersburg

Nach den Regeln alter Handwerkszunft.

Mit dem Audioguide durch Bad Radkersburg

ganzjährig, Die Geschichte der Stadt in deiner Hand
Audio-Guides ermöglichen das Erleben unserer Stadt auf eine neue Art und Weise.
Je Station erzählen Ihnen die Führer in 5 Sprachen alles Wissenswerte zu den Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Umgebung des Platzes. Mittels digitaler Karte und GPS-Routing werden Sie auf Ihrem Stadtrundgang automatisch zum nächsten Highlight geführt.
Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein Smartphone. Sollten Sie über kein Smartphone verfügen, dann können Sie während der Öffnungszeiten in der Gästeinfo gegen Vorlage eines Ausweises ein Audioguide-Gerät gratis ausborgen.

Geschichte und Geschichten zur Festung mit Domenico dell Allio - ein genialer Architekt

1 mal monatlich in den Sommermonaten
Die zentralen Elemente der Renaissancebefestigung Bad Radkersburgs sind in einer nahezu einzigartig geschlossenen Form erhalten geblieben. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Befestigungsanlage der Stadt unter der Leitung des italienischen Baumeisters Domenico dell Allio ausgebaut. Begeben Sie sich auf die Spuren dieses bedeutenden Festungsarchitekten und tauchen Sie ein in eine Zeit, in der das Bild der Stadt von italienischen Baumeistern, Maurern  und Steinmetzen geprägt wurde.
Treffpunkt: Gästeinfo Bad Radkersburg, Hauptplatz 14, 8490 Bad Radkersburg , Dauer pro Rundgang ca. 2 Stunden

Historische Stadtführung

ganzjährig, jeden Donnerstag
Treffpunkt: Gästeinfo am Hauptplatz 14
April bis Oktober um 16.00 Uhr, November bis März um 15.00 Uhr
Kosten p.P. €4,- / mit Gästekarte € 3,-
(wenn Werktag, ab 5 Personen, es ist auch an beliebigen Tagen eine Führung möglich, nur gegen Voranmeldung von min. 3 Tagen)

Altstadt - Rundgang

1 Der Hauptplatz war der Marktplatz und ist umgeben von zwei- und dreigeschossigen Häusern, die einst in Besitz reicher Handelsherren und Adeliger waren.Der Rathausturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Die drei unteren Geschosse sind aus gotischer Zeit. Der obere Teil des Turmes wurde durch Brand zerstört und 1806 neu aufgebaut. Drei Tafeln an der Außenseite im Erdgeschoß erinnern an die Opfer des Ersten Weltkrieges und an die Besetzung der Stadt nach dem Zusammenbruch der Monarchie. Im Inneren des Turmes befindet sich ein Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges, gestaltet von Franz Silberbauer.

2 Die Mariensäule erinnert an die Pestplage von 1680 vor der Säule im Pflaster eingravierte Jahreszahlen erinnern u. a. an die Verbrennung der Lutherschriften. Vom Hauptplatz überquert man die Langgasse, einst der alte Handelsweg nach Ungarn und gelangt durch die schmale Dechanthofgasse zum prächtigen Arkadenhof des sogenannten

3 Palais Herberstorff, hier hinterließen italienische Baumeister ihre Spuren. Der ehemalige Besitzer, Carl von Herberstorff, war ein bedeutender Vertreter des Protestantismus in Radkersburg. Ein mittelalterlicher Turm, ein Teil der Stadtbefestigung, ist mit dem Haus verbunden. Ebenfalls unmittelbar an die mittelalterliche Befestigungsmauer angefügt ist der Dechanthof und an ihn schließt die Pfarrkirche an.

4Das Kirchenschiff der Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer ist an den ehemaligen Wehrturm, der ursprünglich zur ersten Stadtbefestigung gehörte, angebaut. Man betritt die Kirche durch ein kunstvoll gestaltetes Portal aus Sandstein, das ursprünglich bunt gehalten war. Der Innenraum der dreischiffigen gotischen Basilika ist relativ hell, da die mittelalterlichen Glasfenster hellen Glasscheiben wichen. Grabsteine im Inneren und an den Außenmauern geben Zeugnis von einem alten Friedhof. Hier begegnen uns Namen bedeutender Radkersburger Familien, wie die Eggenberger oder die Wechsler. Parallel zur Langgasse verläuft die Pfarrgasse, die wiederum in einem leichten Bogen in diese mündet. Die Nordostecke der Stadt bildet der Tabor. In der Mitte des Platzes befindet sich eine Florianisäule. Von hier aus gelangt man in den Arkadeninnenhof des Museums.

5Das neugestaltete Regionalmuseum „Museum im alten Zeughaus“ befindet sich im ehemaligen landschaftlichen Zeughaus, das 1588 erbaut wurde. Ursprünglich war das Gebäude mit dem Provianthaus in der Langgasse durch einen Hof verbunden. Der Innenhof mit den zweigeschossigen Arkaden gehört zu den eindruckvollsten der Stadt und zeigt wiederum den Einfluß italienischer Baumeister. Durch das Haupttor des Hauses gelangt man in die Emmenstraße, die einst Sporgasse hieß. Benannt nach der Zunft der Sporer, das waren Schlosser, Büchsenmacher und Messerschmiede. Im großzügig erbauten Palais Nadasdy befindet sich heute die Hauptschule. Die Bindergasse, benannt nach den Faßbindern, verbindet die Emmenstraße, mit dem Hauptplatz.

6Die Pistorkaserne am Hauptplatz birgt im Keller des Hinterhofes Reste der Fresken Johannes Aquilas. (Schlüssel im Informationsbüro erhältlich) Der Radkersburger Maler Johannes Aquila zählt zu den frühesten kunsthistorisch greifbaren Namen in Mitteleuropa. Von seinem Schaffen zeugen die Fresken in den Kirchen von Velemèr, Turnisce, Martjanci und Fürstenfeld.

7Vom Hauptplatz durch das barocke Frauentor gelangt man zum Frauenplatz. Der Platz strahlt einen einmaligen Charme aus, den die niedrigen Häuser an der Südseite, die großen Bäume und das barocke Kirchenportal ausmachen.

8Die Frauenkirche ist ein spätbarockes Bauwerk, dessen Vorgängerbau 1504 erstmals urkundlich festgehalten ist. Der Turm wird von einer schönen Zwiebelhaube gekrönt. Hier wird auch die ehemalige Synagoge der jüdischen Bevölkerung von Radkersburg vermutet. Ende des 15. Jhdt. wurden die Juden aufgrund eines Erlasses Maximilians I. innerösterreichweit vertrieben.

9Blickt man an der Kirche vorbei in östlicher Richtung , sieht man die Kapuzinerklosterkirche. Ende des 14. Jhdt. wurde ein Kloster für Augustinereremiten erbaut, das Sandsteinportal ist noch aus dieser Zeit erhalten. Mitte des 16. Jhdt. wurde das Kloster aufgelassen und 1614 wieder mit Kapuzinern aktiviert. Im Zuge der Sekulärisierungswelle wurde auch dieses Kloster aufgelöst. Der umfangreiche Klostertrakt diente später als Kaserne und wurde 1940 abgebrochen. Vom gesamten Gebäudekomplex ist heute nur mehr die Kirche übriggeblieben. Weiter gelangt man in die Murgasse. Bei ihrer Einmündung in die Langgasse ist sie mit „Murnockerln“ gepflastert, was uns die ursprüngliche Straßenpflasterung Radkersburgs vor Augen führen soll.

10m Platz, wo einst das Grazertor stand, ist das sogenannte „Puchhaus“. In diesem Gebäude erlernte Johann Puch, der Gründer der Grazer Puchwerke, das Schlosserhandwerk. Gegenüber dominiert ein auffälliger Bau der Gründerzeit und ist heute Sitz des Finanzamtes. Auf der Grünfläche daneben steht das Russendenkmal, welches sich von 1945 bis 1958 am Hauptplatz befand. Es erinnert an die russische Besatzung nach dem zweiten Weltkrieg.