Bad Ischl

Die Sisi- und Kaiserstadt im Herzen des Salzkammergutes

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1262 als "Ischelen provincia", jedoch gibt es Hinweise, dass der Raum des heutigen Bad Ischl schon in der Hallstatt- und La-Téne-Zeit besiedelt war. Auch aus der Römerzeit haben sich einzelne Fundstücke erhalten, wie etwa ein Grabstein, der sich heute an der Außenmauer der katholischen Pfarrkirche befindet.

1656 wird erstmals der Name "Salzkammergut" für die Gegend um Ischl erwähnt und bezeichnet eine Region, die aufgrund des Salzabbaus für die Habsburger von besonders hohem wirtschaftlichem Wert war.

Einen Aufschwung als Badeort erlebte Ischl in den 1820er-Jahren, als Ärzte erstmals Gäste zur Kur und Erholung  hierher schickten. Der phänomenale Kurerfolg von Erzherzogin Sophie und ihrem Mann Franz Carl führte dazu, dass der Markt bald zu einem der angesagten Kurorte der Monarchie wurde. Ein Sommeraufenthalt in Ischl war fortan gesellschaftlich ein "Muss". Nobelhotels und Landhäuser entstanden und die Infrastruktur entwickelte sich rasant um den Ansprüchen der verwöhnten Gäste zu genügen.

1823 wird das älteste Solebad Österreichs gegründet und schon vier Jahre später kommen Prinzessin Sophie, Franz Josephs Mutter, zur Sole-Kur nach Bad Ischl. In den darauffolgenden Jahren erblicken vier „Salzprinzen“ das Licht der Welt.

Von 1849 bis 1914 war Ischl die Sommerresidenz Kaiser Franz Josephs I. und erlebte eine gesellschaftliche und kulturelle Blütezeit. 1853 verlobte sich Franz Joseph im Seeauerhaus, dem heutigen Museum der Stadt Bad Ischl, mit Elisabeth (Sisi). Als Hochzeitsgeschenk bekam das Paar eine Sommervilla - die spätere Kaiservilla.

Am 28. Juli 1914 wurde in Bad Ischl Weltgeschichte geschrieben. Kaiser Franz Joseph verfasste in der Kaiservilla das Manifest "An meine Völker", in dem er dem Königreich Serbien den Krieg erklärte. Die Kriegserklärung an Serbien löste Ereignisse aus, die in weiterer Folge zum 1. Weltkrieg führten. Bis auf einen Bombenabwurf über Perneck überstand Bad Ischl die beiden Weltkriege unbeschadet.

Das "Bad" gehört erst seit 1906 zum Namen des Ortes, der im Jahr 1940 zur Stadt erhoben wurde.

Zur Jahrhundertwende zieht es auch  viele Berühmtheiten, Adelige, Staatsmänner und Künstler nach Ischl, wie Franz Léhar, der hier 24 Operetten komponiert. Seit 1929 ist Bad Ischl Heilbad.