Römerzeit hautnah!
LIENZ
Römerstadt AGUNTUM
Aguntum war die einzige römische Stadt auf dem Gebiet des heutigen Tirols. Unter Kaiser Claudius Mitte des 1. Jh. n. Chr. zur Stadt erhoben reichte das Einflussgebiet von Aguntum bis zum Felbertauern im Norden, im Westen bis ins Pustertal, im Osten bis nach Kärnten und im Süden bis zu den Übergängen ins Gailtal und zum Kreuzbergsattel. Seit dem 16. Jahrhundert hört man immer wieder von römischen Funden aus Aguntum: Im Volksmund entstand damals eine ungewöhnlichen Bezeichnung für die Ruinen: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden in Aguntum archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Die Ausgrabungsstätte befindet sich ca. 4 km von Lienz entfernt auf dem Gemeindegebiet von Dölsach. Besonders sehenswert ist die Ausgrabung der großzügigen Thermenanlage und das Atriumhaus. Ein Kuriosum ist die Stadtmauer von Aguntum: Nur auf einer Seite der Stadt angelegt, hatte Sie wohl eher eine repräsentative Aufgaben ohne jegliche strategische Bedeutung. Im neu erbautem Museum neben der Ausgrabung Aguntum erwartet Sie ein beeindruckendes Bild der Kultur und Zivilisation der Römerzeit in den Alpen. Kleidung, Reliefs, Keramik, Schmuck, Münzen usw.
30000 m² Grabungsfläche, Zentrum wurde freigelegt und markante und einzigartige Gebäude abgesehen von der öffentlichen Therme: Atriumhaus, die nach südländlischem Vorbild erbaute Prachtvilla eines sehr vermögenden römischen Handelsherrn (6000 m²) mit vor allem einem hervorragend erhaltenen Marmorbecken im Ziergarten dieser Villa (im Museum zu besichtigen), Macellum (Schlachthaus) – in ganz Europa nur 5 Rundmacella,
Kreis von 18 m Durchmesser, ältester Lebensmittelmarkt Österreichs (8 Geschäfte) – Austern von der Adria wurden verkauft, begehbar
museumspädagogische Angebote, Kinderworkshops, Mosaikworkshop, Filmvorführungen, Aussichtsturm (18 m hoch) Therme und Großteil des Grabungsfeldes.
WELS
Minoriten - Geschichte des ehemaligen Minoritenklosters
Mitten im Stadtzentrum liegt das ehemalige Minoritenkloster, das nach seiner Renovierung im Jahr 2000 zu einem einzigartigen kulturellen Veranstaltungsort in Wels geworden ist. Das Adelsgeschlecht der Polheimer gründete um das Jahr 1280 den Konvent der Minoriten in Wels. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erfolgte der Bau der Kirche. Durch Schenkungen zahlreicher Adeliger und Bürger gelang ein ständiger Ausbau der Klosteranlage, von dem die spätgotische Barbarakapelle und die 1519 errichtete Wolfgangkapelle heute noch zeugen. Von 1554 - 1626 in ein kaiserliches Hofspital umgewandelt, wurden mit der Gegenreformation Kloster und Kirche barockisiert.
1784 hob Kaiser Joseph II. die Minoritenniederlassung auf.
In der Folge diente das Gebäude als Kaserne, Gerichtssaal, Turnhalle, Feuerwehrdepot, Archiv und Wohnzwecken.
Die wechselvolle Geschichte des Ortes und des Hauses ist auch durch die archäologischen Ausgrabungen - die teilweise für den Besucher geöffnet sind - erlebbar.
Distanz Lienz - Wels: ca. 3,5 Stunden









